Die im Folgenden vorgestellte Familien-Radtour „Kleine Runde durch die Gemarkungen Schwalmstadts“ führt auf etwa 18 Kilometern von Treysa über Dittershausen, Allendorf, Ziegenhain zurück nach Treysa. Dank des steigungsarmen Profils und dank der Führung abseits viel befahrener Straßen, eignet sie sich gut für Familien mit Kindern und Jugendlichen, aber auch für alle, die es lieber etwas gemütlicher angehen lassen.

Je nach Belieben bzw. Kondition lässt sich die Tour nach dem Baukastenprinzip zu einer mehr oder weniger „Großen Runde“ ausbauen. In ihrer kompletten Ausprägung ist sie dann etwa 32 Kilometer lang und weist schon einmal die eine oder andere Steigung auf. Diese Variante eignet sich dann eher für sportlich orientierte Radler und führt von Treysa über Rommershausen, ins Todenbachtal (zum Fundort des „Meteoriten von Treysa“), über Allendorf, an der Wolfshainsiedlung vorbei nach Leimsfeld, von dort über Schönborn, Niedergrenzebach und Ziegenhain zurück nach Treysa.

Als Start- und Zielort dient bei allen Varianten der Parkplatz vor dem Naturlehrgebiet in Treysa.

Die „Kleine Runde“ folgt in vielen Abschnitten dem Verlauf des Schwalm-Radwegs sowie des Hessischen Radfernwegs R4, so dass sich die Radler dort weitgehend an der touristischen Wegweisung orientieren können. Auf der „Großen Runde“ sollte man den Routenverlauf in Form eines Tracks auf einer digitalen Karte oder – nach alter Väter Sitte – die ausführliche Beschreibung in Kombination mit einer klassischen Karte für die Orientierung zur Hand haben.

Ausführlich beschrieben wird nachfolgend lediglich die „Kleine Runde“. Den Track dazu sowie denjenigen für die „Große Runde“ findet man im Internet unter: www.adfc-schwalmstadt.de.....

Vom Parkplatz vor dem Naturlehrgebiet aus folgen wir dem Wiegelsweg ein kurzes Stück Richtung Zwalmstraße, biegen nach links in die Pestalozzistraße (Europabad) ein. Wem die Steigung zu knackig ist, der schiebt sein Rad auf den nächsten etwa 150 Metern. Wir halten uns rechts des Hofs der Eckhardt-Vonhold-Schule (Festhalle), um zur Brücke über die Friedrich-Ebert-Straße zu gelangen. Bitte auf Fußgänger Rücksicht nehmen und gegebenenfalls langsam fahren oder absteigen. Wir folgen dem Verlauf des Pfads, bis wir den Homberger Weg erreichen. Dort halten wir uns rechts, biegen kurz danach nach wieder rechts ab und gelangen über den Neukirchener Weg hinunter auf den Sportweg. Ihm folgen wir nach links und verlassen somit die Ortslage von Treysa. Rechts von uns, weiter unten, verlaufen die Gleise der Main-Weser-Bahn (Richtung Kassel).

Kurz vor Erreichen eines beschrankten Bahnübergangs passieren wir das Naturschutzgebiet „Flachsrasen“ (links von uns). Wir queren aber nicht die Gleise, sondern nehmen den Asphaltweg, der uns nach links Richtung Dittershausen führt. Wir halten uns immer geradeaus, bis wir die K103 erreichen. Eine kurze Links-Rechts-Kombination führt uns über die L3145 in die Ortslage von Dittershausen. Hinter der Schwalmbrücke und nach dem Engpass biegen wir nach recht in Straße „An der Schule“. Ab hier können wir für die nächsten 3 Kilometer den Wegweisern des Schwalm-Radwegs folgen. Etwa auf halber Strecke passieren wir einen Kalksteinbruch (links von uns).

Am Wiesenhof, der zu Allendorf an der Landsburg gehört, trifft der Schwalm-Radweg auf den Hessischen Radfernweg R4. Wir halten uns rechts und folgen ab hier wir dem R4 Richtung Ziegenhain. Hinter der Schwalmbrücke, kurz vor der Main-Weser-Bahn nehmen wir rechts den Schwalmweg. Er führt uns an der Allendörfer Mühle (Töpferei von Carola Auffahrt und Wasserkraftanlage) vorbei, unter der Bahnlinie hindurch hinauf in die Baumgartenstraße.

Wer seinen Durst löschen oder sich stärken möchte, baut einen Stopp im Gasthof Rockensüß ein. Dazu schiebt man sein Rad den steilen Weg hoch, der bei einer Garage links abgeht. Sonst halten wir uns halb rechts, bis wir im Bereich der Bushaltestelle die L3067 („Zur Landsburg“) erreichen. An der Bedarfsampel queren wir die vielbefahrene Landesstraße und folgen der Straße „Am Ittersbach“. Vorbei an Feuerwehr und Stadion geht es nun geradeaus und mit einem leichten Anstieg aus dem Ort hinaus.

Dort, wo der Weg nach links schwenkt, bietet sich eine einzelne Sitzbank für eine Rast an. Der Blick reicht westlich bis zum Wüstegarten (mit 675 Meter die höchste Erhebung des Schwalm-Eder-Kreises - erkennbar am Kellerwaldturm), nördlich auf die Landsburg (Reste eines erloschenen Vulkans, der durch einen inzwischen eingestellten Steinbruch quasi ausgehöhlt wurde) und östlich bis zum Knüllköpfchen. Ein paar Meter weiter, ein wenig unterhalb des Wegs, befindet sich ein einfacher Picknickplatz mit Tisch und Bänken (aber ohne Aussicht). An der nächsten Abzweigung geht es im spitzen Winkel, den R4-Wegweisern folgend, rechts ab und unter der Hochspannungsleitung hindurch. Der Weg steigt nun stetig an. Erst kurz vor Hof Weidelbach (Restaurant und Biergarten) wird der höchste Punkt überschritten.

Zuvor passieren wir aber das ehemalige Munitionslager Wolfshain, in dem die US-Armee bis etwa 1990 atomare Munition für Haubitzen lagerte. Wachtürme, Stacheldrahtverhau und zahlreiche erdbedeckte Bunker erinnern noch an diese Zeit. Hinter Hof Weidelbach queren wir die stillgelegte „Kanonenbahn“, fahren an einem Gewerbegebiet (Ziegenhain Nord) vorbei und gelangen an eine große ampelgeregelte Kreuzung. Tipp: Die Induktionsschleifen in der Fahrbahn sprechen auch auf Fahrräder zuverlässig an. Wir überqueren die B454 und folgen nur kurz der Hessenallee, um dann gleich nach rechts abzubiegen und der Straße „An der Feuerwache“ zu folgen (R4-Wegweiser).

Achtung! An Werktagen ist hier mit starkem LKW-Verkehr zu rechnen. Bei den hohen Kühlhallen der Spedition Heidelmann, geht es im rechten Winkel links ab. Nach kurzer Strecke gelangt man auf den Damm des Rückhaltebeckens der Schwalm, das sich zwischen Ziegenhain und Treysa erstreckt. Wer keinen Abstecher ins Zentrum von Ziegenhain (Wasserfestung, Paradeplatz, Eisdiele, Cafès und Restaurants) unternehmen möchte, bleibt auf dem Dammweg, bis ihn dieser an die Schwalmbrücke führt.

Um ins Zentrum zu gelangen, verlässt man den Damm am besten an der Kläranlage nach links, über den Aueweg. In der Höhe der Burgwaldstraße führt rechts ein Weg über eine Holzbrücke zum Großen Wallgraben. Dort gelangt man nach links zur Landgraf-Philipp-Straße (Ortsdurchfahrt), der man nach rechts zur Wasserfestung und weiter zur Schwalmbrücke folgt. Nach Überquerung der Schwalm biegen wir in beiden Fällen nach rechts auf den Dammweg ein. Ab hier können wir uns bis nach Treysa und bis ans Ziel, am Naturlehrgebiet, durchgängig an der Wegweisung des Schwalm-Radwegs orientieren. Am Stauwehr des Rückhaltebeckens, in Sichtweite des Eisenbahnviadukts verlassen wir den Damm und queren am Zebrastreifen die Osttangente. Auf dem Hochbordweg neben der Osttangente überqueren wir die Schwalm und gelangen unter dem Viadukt hindurch an unseren Ausgangspunkt zurück.

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