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Streckenabschnitt Schwalmstadt–Felsberg (km 51,8–104)

Leider wird die Attraktivität des Schwalm-Radwegs auf diesem Abschnitt durch den Bau der A 49 zwischen Schwalmstadt-Treysa und Borken massiv bedroht. Das Schwalmtal wurde stellenweise in eine Mondlandschaft verwandelt, die Landschaft wird weiter zerstört und zubetoniert. Sollte die Autobahn fertiggestellt werden, durchschneidet sie das landschaftlich reizvolle Flusstal. Radfahren im Abgas- und Lärmkorridor der Autobahn dürfte für die meisten Radfahrer kaum attraktiv sein. Dazu ist damit zu rechnen, dass der Verkehr vor allem auf den Treysaer Straßen, über den auch der Schwalm-Radweg verläuft, massiv anwachsen wird.

Wer sich über die kontroverse Diskussion informieren möchte, kann dies auf den Seiten von Schwalm ohne Autobahn tun. Trotz intensiver Internetrecherche ist es bislang nicht gelungen, eine Seite von Autobahnbefürwortern zu finden. Wer eine solche kennt, kann gerne eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

Sehenswertes

Einen Überblick über die Schwalmstädter Sehenswürdigkeiten gibt die Internetseite der Stadt Schwalmstadt.

  • km 47,9 + 0,6 –  Museum der Schwalm, Ziegenhain, Koordinaten: N50° 54.644 E9° 14.072N / N50.910733 E9.234533, Karte
  • km 47,9 + 0,6 – Wasserfestung und Schloss Ziegenhain
  • km 51,2 + 0,6 – Altstadt Treysa mit Totenkirche, Koordinaten: N50° 54.787 E9° 11.358 / N50.913117 E9.1893, Karte
  • km 54,0 – Naturschutzgebiet Leistwiesen bei Rommerhausen, Koordinaten: N50° 55.503 E9° 10.290 / N50.92505 E9.1715, Karte
  • km 55,7 + 2,5 – Einschlagsort des Meteoriten von Treysa, Koordinaten: N50° 56.64 E9° 9.6516 / N50.94400 E9.16086, Karte
  • km XX,X + X,X – Archäologischer Wanderweg Altenburg, Neuental-Römersberg,XXXXXXX Karte
  • km 81,6 + 0,1 – Naturbadesee Stockelache, Borken-Kleinenglis, Koordinaten: N51° 03.944 E9° 14.652 / N51.065733 E9.2442, Karte
  • km 85,0 + 1,0 – Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum , Borken, Koordinaten: N51° 03.105 E9° 15.980 / N51.05175 E9.266333, Karte (Themenpark Kohle & Energie); N51 02.710 E9° 17.064 / E51.045167 E9.2844, Karte (Bergbaugeschichte/Besucherstollen)
  • Borkener Seenlandschaft mit Naturschutzgebiet Borkener See
  • km 104,0 + 0,0 – Museum Gensungen, Bahnhofstr. 12, Felsberg-Gensungen und Archäologischer Pfad
  • km 104,0 + 1,0 – Klosterruine Stift und Kartause zu Eppenberg mit Bienenkundezentrum, Gensungen
  • Böddiger Berg: nördlichster Weinberg Hessens, Gensungen

Einkaufsmöglichkeiten

  • Proviant-Piktogrammkm 46,7 + 0,3 – Schwalmstadt-Ziegenhain: Tegut, Koordinaten: N50° 54' 36.108" E9° 14' 34.224" / 50.91003 9.24284 / N50° 54.6018 E9° 14.5704, Karte
  • Proviant-Piktogrammkm 47,8 + 0,1 – Schwalmstadt-Ziegenhain: Netto, Koordinaten: 50°54'21.06"N 9°13'56.40"E / 50.905850° 9.232333° / 50° 54.351'N 9° 13.940'E, Karte
  • Proviant-Piktogrammkm 50,4 + 0,4 – Schwalmstadt-Treysa: Kaufland, Koordinaten: N50° 54' 43.596" E9° 11' 54.78" / 50.91211 9.19855 / N50° 54.7266 E9° 11.913, Karte
  • Proviant-Piktogrammkm 51,1 + 0,8 – Schwalmstadt-Treysa: Tegut, Koordinaten: N50° 55' 8.004" E9° 12' 5.76" / 50.91889 9.20160 / N50° 55.1334 E9° 12.096, Karte
  • Proviant-Piktogramm Neuental-Zimmersrode
  • Proviant-Piktogramm Bad Zwesten
  • Proviant-Piktogramm Borken
  • Proviant-Piktogramm Borken-Singlis
  • Proviant-Piktogramm Wabern-Unshausen (Tankstelle)
  • (Proviant-Piktogramm Wabern: nicht direkt am Radweg gelegen, erreichbar über R 4)
  • Proviant-Piktogramm Felsberg

Wegbeschreibung

Der nächste Ort ist der alte Grafensitz in Schwalmstadt-Ziegenhain (km 47,8). Die historische Festungsanlage mit ihren heute noch gefluteten Wallgräben lohnt ebenso den Besuch wie das Museum der Schwalm im Steinernen Haus. Hier sind unter anderem die alten Schwälmer Trachten ausgestellt sowie altes Schwälmer Handwerk und Schwälmer Kunst zu bestaunen. Die Mädchen trugen zur Sonntagstracht eine rote Kopfbedeckung. Es wurde kolportiert, dass das Motiv des Rotkäppchens der Gebrüder Grimm hier seinen Ursprung hatte. Neuere Forschungen belegen allerdings, dass das Rotkäppchen über zugewanderte Hugenotten aus Frankreich nach Nordhessen kam.

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Links vom Radweg liegt der Segelflugplatz Ziegenhain. Besonders im Sommer bei sonnigem Wetter kann man den Flugzeugen zusehen, wenn Sie ihre Runden im blauen Himmel drehen. Dabei sollte man in jedem Fall auf die Drängelgitter achten, die mitten auf dem Weg stehen!

In Ziegenhain trennen sich vorübergehend der Schwalmradweg und der R4. Während nach der Querung der Festungsstraße/K 104 der R4 auf dem Dammweg rechts der Schwalm verläuft und vorübergehend das Schwalmtal verlässt, führt der Schwalmradweg über den Dammweg links der Schwalm.

Schwalm-Radweg Ziegenhain/Treysa/Allendorf

Wenn man auf dem Schwalm-Radweg bleiben will, nimmt man die zweite Abbiegung nach rechts, um bis zum Umspannwerk Treysa zu fahren. Hier biegt man rechts ab und fährt nach links auf den beginnenden Dammweg.

Sollte der Radweg durch den Einstau des Schwalmbeckens nicht passierbar sein, fährt man an der oben genannten zweiten Abbiegung weiter dem Straßenverlauf folgend im leichten Bogen nach rechts und gelangt so zum Bahnradweg. Hier hält man sich rechts. An der ersten Kreuzung in Treysa am Umspannwerk biegt man rechts ab und erreicht so wieder den Schwalm-Radweg.

Am Ende überquert man den Fußgängerüberweg und fährt auf dem kombinierten Fußgänger- und Radfahrweg nach rechts in Richtung des Bahnviadukts, das man unterquert und dann über die Ampelkreuzung in den Wiegelsweg.

In jedem Fall lohnt ein Abstecher in die historische Altstadt von Treysa (km 51,2 + 0,6; Totenkirche, Rathaus, Hexenturm und andere). Hier hat man mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist, nach dem Viadukt nach links über die Fußgängerbrücke über die Zwalmstraße und im Kreisel nach rechts über die Burggasse. Dies ist auch der Weg zum Bahn-Piktogramm Bahnhof Treysa. Wer einen schöneren Weg fahren möchte, kann im Wiegelsweg nach etwa 200 m über die Fußgängerbrücke über die Schwalm gelangen. Danach so lange geradeaus, bis es nicht mehr weitergeht und dann nach links ins Rahmgässchen. Dies ist der Weg, den die Bewohner/-innen der Oberstadt im Mittelalter nahmen, wenn sie in der Schwalm gefischt hatten oder von dort Wasser holten. Am Ende des Rahmgässchens gelangt man automatisch in die Burggasse. Diese führt weiter bergauf vorbei an der Totenkirche zum Markplatz und zum Rathaus. Wer auf den Schwalm-Radweg zurück möchte, fährt rechts am Rathaus vorbei und nach 20 m nach rechts in die Steingasse. Vorbei an schönen Fachwerkhäusern steht am Ende der Abfahrt auf der rechten Seite die Hospitalskapelle. Das Hospital zum Heiligen Geist (erstmals 1367 urkundlich erwähnt) wurde als soziale Einrichtung für Arme und Kranke gebaut. Heute dient die Kapelle nach einer aufwändigen Restaurierung vorzugsweise als Raum für Trauungen, Kunstausstellungen und Konzerte. 20 m weiter kann man noch vor dem Hexenturm (einzig erhaltener Rundturm der ehemaligen Stadtbefestigung nach links in die Wagnergasse abbiegen und gelangt an deren Ende in den unteren Bereich der Bahnhofstraße, wo man in mehreren Cafe-Piktogramm Cafés einkehren kann. Im ganzen Gebiet der Altstadt bieten eine Vielzahl von Restaurant-Piktogramm Restaurants leckeres Essen aus aller Welt für die hungrigen Gäste (Orte sind im GPS-Track oder auf openstreetmap.org verzeichnet).

Wer ohne Abstecher auf dem Schwalm-Radweg geblienben ist, kann bis zum Ende des Wiegelswegs fahren. Dort erlaubt ein Zusatzschild die Durchfahrt für Radfahrer. Bei der Querung der B 254 sollte man vorsichtig sein, da die Verkehrsführung sehr unübersichtlich ist. Nach 100 m biegt man nach links in den Leistweg ein.

Außerhalb des Ortes erreicht man nach einer annähernd 180-Grad-Kurve das Naturschutzgebiet Leistwiesen bei Rommershausen (km 54,0). Hier stehen ausgedehnte Schilfflächen, hin und wieder sind auch Störche und andere seltene Vögel anzutreffen. Das Betreten der Feuchtflächen ist allerdings untersagt. Statt den Berg hoch nach Treysa zu fahren, biegt man am Ende einer längeren Hecke nach links ab. Nach etwa 200 m an der tiefsten Stelle liegt Sand, der vom Berg hinabgespült wird. Besonders, wenn man von oben hinunterfährt, besteht die Gefahr den Lenker zu verreißen und zu stürzen.

Nach einem kleinen Aufstieg durch ein kleines oberhalb der Schwalm gelegenes Waldstück hat man einen schönen Blick von oben auf die Schwalm, bevor man Schwalmstadt-Rommershausen (km 55,8) erreicht. Das in der Dorfmitte gelegene (Renaissance-)Schloss Rommershausen wird als Privathaus genutzt und steht nicht für Besichtigungen zur Verfügung.

Wer will kann den ausgeschilderten Radweg verlassen und eine landschaftlich reizvolle Strecke links der Schwalm nehmen. Dazu fährt man unten im Dorf angelangt an der Kirche links entlang zum Wehr. Dort wurde vor Kurzem eine neue neue Fischtreppe erbaut. Nach Überquerung der Schwalm hält man sich im Grunde genommen immer rechts, erst auf einem abgesplitteten Weg entlang von Gärten und anschließend durch das Tal der sich intensiv schlängelnden Schwalm nach Dittershausen.

Eine zweite Möglichkeit ist, hier einen Abstecher zum Einschlagort des Meteoriten von Treysa zu machen (wegen des des Fundortes in der Gemarkung Rommershausen auch Rommershäuser Meteorit genannt). Für die astronomische Geschichte Deutschlands ist er äußerst bedeutsam, weil er der größte Meteorit der Neuzeit hierzulande ist, dessen Einschlag beobachtet werden konnte. Damit schaffte es der 63,28 kg schwere und 36 cm im Durchmesser messende Brocken aus Eisen und Nickel sogar bis ins Guiness-Buch der Rekorde. Besonders ist, dass der Meteorit beim Eintritt in die Atmosphäre nicht in viele Einzelteile zersplitterte, wie das in der Regel der Fall ist, sondern am Stück erhalten geblieben ist, ohne dass von außen Risse erkennbar wären. Eine Nachbildung wird im Museum der Schwalm in Schwalmstadt-Ziegenhain ausgestellt. Am Fundort steht ein Gedenkstein. Den Weg dorthin findet man in unserer GPS-Datei.

Der ausgeschilderte Radweg verläuft im Ort entlang der Hauptstraße. Am Ortsausgang zweigt ein kleiner Weg nach links und führt über eine schmale (Fußgänger-)Brücke über die Schwalm. Wenn man Glück hat, kann man am rechts liegenden Wehr Wasservögel und sogar den Eisvogel beobachten.

In Dittershausen (km 56,5) biegt man nach rechts in die L 3145, fährt aber nach 100 m geradeaus in die Straße An der Schule und weiter in den Wasserweg. Vorbei an einem Bauernhof geht es über einen abgesplitteten Weg bis man rechts in einen geteerten Feldweg abbiegt. Im Schwalmtal findet man eine Vielzahl von Viehweiden, auf denen Kühe und Pferde grasen. Dem Hauptverlauf des Weges folgend erreicht man den Corellhof. Hier vereint sich der Schwalm-Radweg wieder mit dem R4.

Alternativroute R4 Ziegenhain/Röllshausen/Allendorf

Nach einem Besuch in Ziegenhain gelangt man rechts der Schwalm ins Gewerbegebiet am ehemaligen Nordbahnhof Ziegenhain. Über die Gleise der ehemaligen Kanonenbahn fährt nach rechts und gelangt nach wenigen hundert Metern zum Hotel und Restaurant Hof Weidelbach. Wer vorher in Ziegenhain keine Rast gemacht hat, kann hier in einer wunderschönen waldnahen Umgebung entspannen. Kinder können sich hier auf dem neu angelegten Kinderspielplatz austoben. An lauen Sommerabenden kann man dem Froschkonzert vom nahegelegenen Teich lauschen.

Am Waldrand entlang geht es weiter Richtung Rörshain. Man passiert das ehemalige Sondermunitionslager Treysa-Rörshain, in dem zur Zeit des Kalten Kriegs Atomwaffen gelagert wurden. Nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation wurde das Lager aufgegeben und wird nur noch zivil genutzt.

Am Ende des Lagerzauns biegt man nach links ab und nach 500 m noch einmal links in Richtung Allendorf. Am Sportplatz vorbei gelangt man auf der Straße Am Ittersbach auf die K 103 und biegt nach rechts. Gleich danach geht es nach links in den Schwalmweg und unter der Bahnviadukt nach rechts zum Wehr der Allendörfer Mühle. In einem Garten kurz hinter dem letzten Haus steht eine alternative Wetterstation - mit Schmunzelfaktor.

Man hält sich links der Bahntrasse und biegt auf die L 3067 ein, die nach Schlierbach führt. Links der Straße wurde ein Radweg neu gebaut, auf dem man über die 2009 erbaute Brücke die Schwalm überqueren kann. In der nächsten Kurve hält man sich links auf der Straße Zum Wiesenhof. Kurz vor dem Corellhof vereint sich der R4 wieder mit dem Schwalm-Radweg.

Über Feldwege geht es eine der wenigen Steigungen bergauf Richtung Schlierbach. In den Feldern links und rechts des Weges stehen oft Rehe. Wenn man oben auf der Kuppe angelangt ist, sollte man die Gelegenheit nicht versäumen sich einmal umzudrehen und den weiten Ausblick Richtung Knüll zu genießen. Seien Sie bitte bei der nun folgenden Abfahrt vorsichtig, unten angekommen geht es scharf nach rechts weiter.

Den Berg hinunter gelangen Sie hinein nach Schlierbach (km 61,3). Der Radweg führt nicht über die Hauptsttraße (Landesstraße), sondern durch das Dorf vorbei am Bürgerhaus. Bei schönem Wetter jagen hier die Mehlschwalben durch die engen Straßen kurz über den Köpfen der Radfahrer/-innen. Wer seine Radtour mit einer Kanutour verbinden möchte, findet rechts von der Schwalm-Brücke eine gute Einstiegmöglichkeit für sein Boot. Zurück auf der L 3067 hält man sich rechts auf der K 56 in Richtung Dorheim und in Richtung des Bahnübergangs über die Main-Weser-Bahn. Dahinter biegt man sofort nach links ab und nimmt den mittleren der drei Wege (der erste Weg links führt auf Bahngelände). Nach ca. 600 m liegt auf der rechten Seite des Weges ein infolge des Baus der Bahntrasse abgetrennter Altarm der Schwalm. Im Sommer blüht hier ein großer Teppich aus gelben Teichrosen. Hier fühlen sich viele Amphibien und Wasservögel wohl. Wer viel Glück hat, kann auch eine Ringelnatter beim Sonnenbaden beobachten. Die scheuen Tiere sind gute Schwimmer.

Weiter geht's, wieder einmal unter der Bahnlinie hindurch in Richtung Waltersbrück, immer links entlang der Bahn. Im Ort (km 65,4) fährt man immer geradeaus, bis der Weg etwas unerwartet zwischen zwei Häusern nach rechts abbiegt. Vorbei an wunderschönen Fachwerkanwesen gelangt man auf den Weg nach Zimmersrode/Bischhausen (mit Bett+Bike-Betrieb). Auf halbem Weg kann man auf dem Platz des Angelsportvereins Waltersbrück (km 66,2) eine Rast einlegen. Bänke und Tische sowie eine Möglichkeit zum Unterstellen sind vorhanden.

Weiter geht es der Beschilderung folgend über einen asphaltierten Feldweg Richtung L 3149. Diese muss man überqueren, wenn man auf den gegenüberliegenden Radweg gelangen will. Hier sollte man vorsichtig sein, weil die Stelle etwas unübersichtlich ist und die motorisierten Verkehrsteilnehmer/-innen bisweilen etwas schnell fahren. Zimmersrode mit dem Bahnhof (km 67,5 + 1,1) erreicht man, wenn man sich rechts hält. Der Schwalm-Radweg/R4 verläuft auf dem Radweg nach links, schon bald unterquert man die A 49. Am Ortseingang von Neuental-Bischhausen (km 68,0) führt eine Brücke über die Schwalm, die hier von einem Wehr gestaut wird, das die Schwalmmühle mit Wasser versorgt. Auf der linken Seite steht die evangelisch-reformierte Kirche. Als ehemalige Wehrkirche (mit Resten mittelalterlicher Fresken im Chorfenster) ist sie eines der wenigen sichtbaren Überbleibsel einer Wasserburg, die im 12. Jahrhundert Stammsitz der alten hessischen Adelsfamilie von Löwenstein war. Den Schlüssel für die Kirche kann man bei der Küsterfamilie Völker bekommen (Telefon 0 66 93 / 12 04). Heute deuten  die Schießscharten im Kirchturm und Straßennamen wie Am Burggraben auf die wehrhafte Vergangenheit hin. Auf der Verkehrsinsel in der Ortsmitte ist ein Modell der Wasserburg zu besichtigen.

Auf der L 3074 Richtung Bad Zwesten geht es weiter etwas abseits der Schwalm. Bis vor Kurzem machte der Schwalm-Radweg einen Schlenker durchs Feld, dieser ist aber nach der neuen Wegführung weggefallen. Auch der nächste Ort Neuental-Niederurff (km 71,0) ist Stammsitz eines Adelsgeschlechtes, derer von Urff, und hat eine Burg zu bieten. Diese befindet sich allerdings in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen. Dafür kann man auch hier einen Blick in die evangelisch-reformierte Kirche werfen, die ebenfalls eine ehemalige Wehrkirche ist, heute noch zu erkennen an den Schießschaften in der Kirchmauer. Den Schlüssel gibt's bei Hiltrud Kleindopp, Telefon 0 66 93 / 82 86.

Nach dem Ortsausgang biegt der Radweg rechts ab hinunter ins Schwalmtal. Nach dem Überqueren der Brücke über den Fluss führt der hier landschaftlich sehr schöne Weg weiter nach links erst im Wald, dann am Waldrand entlang bis man den Campingplatz erreicht. Im Heil- und Kurbadeort Bad Zwesten (km 74,8) findet man neben Schloss, Burgruine Löwenstein mit Aussichtsturm, Kurpark, Heimatmuseum und Zugang zum Kellerwaldsteig (Wanderweg im Nationalpark Kellerwald-Edersee) auch eine große Anzahl von gastronomischen Betrieben. Mit dem Wald-Campingplatz und dem Landhotel Kern können Radfahrer/-innen je nach individuellen Bedürfnissen zwischen zwei Bett+Bike-Betrieben wählen.

Weiter geht es über asphaltierte Feldwege nach Borken-Kerstenhausen (km 78,0) und zur Schwalmpforte. Hier umfließt die Schwalm aus dem Löwensteiner Grund kommend im Uhrzeigersinn die Altenburg, um vor den Ausläufern des Hessenwaldes in die Schwalmaue als Teil der Westhessischen Senke zu fließen. Der Landgasthof Lange Zum Mühlengrund mitten im Ort direkt neben dem Radweg bietet als Bett+Bike-Betrieb auch Übernachtungen für Radfahrer/-innen an. Durch den Ort  verläuft die B 3, die zur Autobahnauffahrt auf die A 49 führt, das Verkehrsaufkommen ist entsprechend hoch. Am Ende des Ortes hinter der Tankstelle biegt man rechts in die Kerstenhausener Straße ein, auf der man zuerst die Schwalm überquert und kurz danach unter der Autobahn hindurch fährt. Die Straße steigt vor Arnsbach (km 80,3) leicht an. Am Ortseingang folgt man dem ersten Feldweg nach links. Vorbei am Friedhof fährt man an einem Platz vorbei, an dem etliche Bienenkörbe stehen, vor denen man respektvoll Abstand halten sollte. Man folgt der Beschilderung, überquert wiederum die Schwalm und erreicht die Stockelache, ein Freizeitgelände mit Naturbadesee, Wasserrutsche, Strandvolleyball, einer Gaststätte und weiteren Freizeitangeboten.

Der Radweg Richtung Borken verläuft neben der L 3223 und weiter neben der L 3150. Wenn man an der Schwalm unter der Landesstraße hindurch fährt, folgt bald danach ein Fahrtrichtungswechsel um 180°. Das entsprechende Schild ist durch Bäume verdeckt nur schlecht zu erkennen. Wenn man die Kehrtwende verpasst und sich rechts hält, landet man in Borken-Großenenglis. Nach Borken hinein gelangt man durch ein Gewerbegebiet. Interessant ist die Motorradschmiede von Fred Kodlin, in dem Motorräder veredelt werden und die einen internationalen Ruf geniest. In der Region um Borken wurde in früheren Zeiten Braunkohle gefördert und in einem Kraftwerk verstromt. Die Kohleförderung wurde nach dem Unglück von Stolzenbach eingestellt, das Kraftwerk geschlossen. Geblieben sind mehrere Seen wie die Borkener Seen und die Stockelache, in denen Kohle im Tagebau abgebaut wurde sowie die beiden Bergbaumuseen (Themenpark Kohle & Energie am Ortseingang und im Ort das Museum für Bergbaugeschichte mit dem Besucherstollen), in denen man einen guten Einblick in die Geschichte des Bergbaus gewinnen kann, der über Jahrhunderte die Region geprägt hat. In der Stadt gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, eine Eisdiele und eine größere Auswahl an Gaststätten mit internationaler Küche (Link zu Gastronomieeinrichtungen in Borken).

In Borken wurde die Wegführung geändert. Aktuell geht der Weg direkt am Bahnhof vorbei und verläuft die ersten 300  durch den Herboldshäuser Weg und überquert den Bommerweg / L 3384. Nach 75 m durch den Blumlingsweg biegt der Weg rechts in die Krausgasse ab. An der zweiten Kreuzung geht links der Strichpfuhlweg ab, der weiter ins Feld führt.

Kurz vor Singlis (km 89,1) trennen sich nach einer links-rechts-rechts-Kombination Schwalm-Radweg / R 4 und , auf dem man über die Reformationsstadt (hier wurde 1526 auf einer Synode die Reformation in Hessen eingeführt) Homberg (Efze) das Fuldatal und den R 1 erreicht. Singlis selbst hat einen Bahnhof an der Bahnlinie in die Richtungen Marburg–Frankfurt und Kassel. Danach geht es unmittelbar rechts der Bahnlinie weiter bis zur L 3148, auf der man sich 200 m in linker Richtung bewegt, bis es rechts wieder ins Feld geht.

Nach ein paar Metern kann man die Bahn über eine Halbschranke überqueren: Hier trennen sich Schwalm-Radweg und R 4, die über fast den gesamten Verlauf des Schwalm-Radwegs identisch waren. Nach Wabern-Uttershausen (km 92,8) erreicht der R 4 Wabern (mit Bahnhof und IC-Halt), danach die alte Bonifatius- und Kaiserstadt Fritzlar mit seinem mittelalterlichen Stadtbild.

Der Schwalm-Radweg geht weiter rechts der Bahnlinie, um dann am ersten Weg rechts nach Wabern-Unshausen (km 95,5) abzuknicken. Durch den Ort verläuft die B 254 mit einem hohen Verkehrsaufkommen. In linker Richtung wurde vor einigen Jahren ein Fahrradweg gebaut, auf dem man fürs Erste Richtung Wabern weiterfährt, biegt aber vorher im Verlauf der B 253 nach rechts ab.

Wer von hier aus auf dem Eder-Radweg Richtung Edersee weiterfahren will, biegt nicht ab, sondern fährt Richtung Wabern auf dem R 17. Auf dem gleichen Weg gelangt man auch auf kurzem Weg zum Waberner Bahnhof.

In Wabern-Harle (km 97,8), dem nächsten Ort am Schwalm-Radweg, ist die Wehrkirche sehenswert. Die Kirche gehört zum Programm Offene Kirche, sie ist tagsüber geöffnet (wenn nicht gerade ein Gottesdienst gefeiert wird).

Durchs Feld fährt man weiter über abgesplittete Wege in Richtung der Schwalm-Mündung in die Eder. Über zwei neu errichtete Brücken über Schwalm und Rhünda kommt man der Mündung nahe, der eigentliche Zusammenfluss befindet sich aber auf Privatgelände, auf landwirtschaftlichem Gelände und auf dem Gelände einer Mühle – auf den Fotos in diesem Artikel sind auch Bilder von der Mündung zu sehen. Gegenüber der Mündung liegt  das zu Felsberg gehörende Altenburg (km 101,7) mit der Ruine der gleichnamigen Burg. Mit etwa 30 Einwohnern/-innen gehört das Dorf zu den kleinsten in Hessen.

Der Schwalm-Radweg ist an der Mündung noch nicht zuende. Über Felsberg-Rhünda (km 102,3) erreicht man das Ziel des Schwalm-Radwegs, die beiden Orte Gensungen und Felsberg (km 104,0) – Gensungen liegt rechts der Eder, Felsberg am linksseitigen Ufer. Sehenswert in Gensungen ist das Museum für Vor- und Frühgeschichte. In Felsberg lohnen der Besuch der Altstadt mit der Burgruine Butterfass und des Bienenkundemuseums. Im barrierefreien Bahnhof Felsberg halten Regionalbahnen und die Regiotrams. Hier kann man weiter auf dem Eder-Radweg fahren.

Bildnachweis: Stadt Schwalmstadt (Museum der Schwalm); ADFC Schwalmstadt

 

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